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Die richtige Kindersicherung wählen

Voll spannend, diese Steckdosen. Wenn Kinder auf Entdeckungstour sind, hält sie kaum etwas auf. Das „kaum“ sollten wir weiter minimieren.

Jeder kennt diese Ikea Plastikeinsätze für Steckdose zum Einkleben oder Einschrauben. Sie sehen nicht nur hässlich aus, sondern halten auch nicht richtig oder brechen schnell ab, weil dann doch die Stecker immer wieder steckenbleiben und man die mit Gewalt herausziehen muss. Es gibt sie allerdings von anderen Anbietern auch hochwertiger mit Drehsicherung oder Schließklappen. Prima fürs Kind, da es nun nicht mehr bzw. so einfach mit Finger oder anderen Gegenständen an die Kontakte in der Steckdose kommt. Allerdings lauern andere Gefahren.

Viele Eltern wussten das gar nicht

Was viele Mamas und auch Papas nicht wissen: Durch die gesetzten Steckdosenschützer verlängert sich der Weg zu den Kontakten auch für die eingesetzten Stecker. Der Mehr-Weg der Kontakte erhöht den elektrischen Widerstand, was zur Folge hat, dass die Stecker erhitzen. Im Worse-Case-Szenario kann dies sogar zum Brannt führen.

Papas aus dem Neubau kennen schon den Trick

Im Neubau ist es schon Gang und Gebe, Sicherheitssteckdosen zu verbauen. Viele Hersteller bieten ihre Steckdosen auch mit der Extra-Sicherung an.

Wer auf Nummer sicher gehen will, checkt seine Steckdosen noch einmal und überprüft, ob sie mit dem Sicherheitsmerkmal „mit erhöhtem Berührungsschutz“ ausgestattet sind. Gemeint sind diese Sicherheitssteckdosen, auch einfach Kinderschutzsteckdose oder Berührungsschutz genannt. Bei Amazon kriegt man die VDE-geprüften Kinderschutzsteckdosen einzeln für ca. 4€ und im 10er-Pack für ca. 40€.

Diese Steckdosen verfügen über einen integrierten Berührungsschutz – Flügeltüren, die sich nur öffnen lassen, wenn man zwei Steckerkontakte gleichzeitig durchschiebt. Von außen sind sie jedoch kaum von einer herkömmlichen Steckdose zu unterscheiden. Dass der Klappenschutz fest verbaut und hinter den Steckerlöchern steckt, macht dieser Kinderschutz besonders sicher. Nicht vergessen: Es trägt alles zu mehr Sicherheit dazu, jedoch nicht zur totalen Kindersicherheit.

Es kann trotzdem was passieren

Letztendlich ist der Fall sehr gering, dass dein Kind in einem unbeobachteten Moment sowas wie zwei Schaschlickspieße oder Nadeln simultan in die Steckdosenkontakte schiebt. Dennoch wäre bereits ein einziger Fall ausreichend, um für immer unglücklich zu werden. Einen totalen Schutz gibt es nicht. Aus diesem Grund darf man auch diese Produkte nicht mehr als „kindersicher“ bewerben. Dennoch helfen diese Steckdose mit eingebauter Sicherung zur Erhöhung des Stromschlagschutzes.

Fehlerstromschutzschalter ist nicht ausreichend

Vielleicht denkt sich der eine oder andere jetzt, ich habe doch ein Fehlerstromschutzschalter einbauen lassen, damit solche Unfälle nicht passieren. Das ist leider nicht ganz richtig. Der Fehlerstromschutzschalter – FI-Schalter genannt, schaltet zwar den Strom ab, dient aber nicht dazu die Stromstärke zu reduzieren. Selbst minimale Stromstärken können Kinderherzen aus dem Rhythmus bringen. Aus diesem Grund ist auch jeder Stromunfall vom Arzt zu untersuchen!

Weiteres Worst-Case-Szenario wäre: Das Kind bekommt zwar nur einen minimalen Stromschlag, erschreckt jedoch dermaßen, dass es nach hinten (die Treppe runter) fällt und den Kopf aufschlägt.

Noch mehr Schutz durch äußere Klappen

Ein weitere Steigerung des Stromschlagschutzes bei Kindern ist eine Steckdose, die mit einer äußeren Klappe alles abdeckt.

Liebe Väter, baut also Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz bei euch ein, oder noch besser, lasst es fachmännisch einbauen, so dass ja nichts schief geht.

Moin, ich bin Stefan. Wurde im Jahr des Metall-Affen geboren. Bin mittlerweile pädagogisch unterwegs und berichte von Freude, Leid, Glück und dem ganz normalen Wahnsinn des Familienlebens mit meinen beiden kleinen Mäusen auf meinem Väter-Blog hallo-papa.de.

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